AHK St. Petersburg

Unternehmen erhalten zinsgünstige Kredite für russische Software

27.08.2021

Unternehmen, die in der Russischen Föderation tätig sind, können für die Implementierung von IT-Lösungen und die Optimierung von Prozessen, allerdings nur von russischen Entwicklern, Vorzugsdarlehen in Höhe von 1-5 % erhalten. Nach Angaben des russischen Ministeriums für digitale Entwicklung, werden die Darlehen auf Wettbewerbsbasis vergeben.

Die Darlehensmittel werden für die Einführung neuer Software, Software- und Hardwaresysteme, innovativer Dienstleistungen und Plattformlösungen zur Verfügung gestellt. Die Höhe der Finanzierung hängt vom Umfang des IT-Projekts ab: Die Regierung ist bereit, zwischen 5 Mio. und 5 Mrd. Rubel für eine konkrete Programmimplementierung, und von 500 Mio. bis 10 Mrd. Rubel für ein umfassendes Softwareprogramm bereitzustellen.

Um das Darlehen zu erhalten, muss ein Unternehmen in der Russischen Föderation registriert sein und einen steuerlichen Wohnsitz haben. Wie man im Komitee für die digitale Entwicklung des Leningrader Gebiets erläutert, dürfen nur russische Unternehmen an der Ausschreibung teilnehmen, sofern nicht mehr als die Hälfte ihres Aktienkapitals in Offshore-Zonen registriert ist. Weitere Anforderungen sind in der Präsentation der Agentur zu finden.

Gleichzeitig können Kreditantragsteller Mittel für die Durchführung von Projekten von IT-Unternehmen beantragen, die in der Russischen Föderation tätig sind und deren Entwicklungen im Register für russische Software aufgeführt sind. Der Erwerb russischer Güter (Arbeiten und Dienstleistungen) muss mindestens 70% des gesamten Projektbudgets ausmachen. Die Laufzeit des Darlehens beträgt bis Ende 2024.

17 Banken vergeben Kredite, darunter Sberbank, Gazprombank, Alfa-Bank, VTB und VEB.RF. Der Förderzeitraum läuft bis Ende 2024.

Die von der russischen Regierung vorgeschlagene neue Unterstützungsmaßnahme betrifft voraussichtlich stärker kleine und mittlere Unternehmen und wird für die großen Marktteilnehmer hingegen kaum von Interesse sein. So bemerkte auch HeidelbergCement, dass die Implementierung von IT-Lösungen - sowohl industrieller als auch geschäftlicher Art - in den Unternehmen des Konzerns von den jeweiligen Fachabteilungen in Übereinstimmung mit der unternehmenseigenen Strategie für Informationsentwicklung gesteuert wird.