Rückblick: Das Baltische Regionale Investitionsforum BRIEF’2020

Am 30. September fand in St. Petersburg das Baltische Regionale Investitionsforum BRIEF’2020 statt, das der Interaktion von Unternehmen und regionalen Behörden des Leningrader Gebiets bei der Lokalisierung, der Unterstützung des Unternehmertums, dem Export und der geschäftlichen Zusammenarbeit gewidmet war. Das jährliche BRIEF'20-Wirtschaftsforum ist das größte der Region und wird unter Beteiligung des Gouverneurs des Leningrader Gebiets, Alexander Drozdenko, abgehalten. Die Deutsch-Russische AHK fungiert das zweite Jahr in Folge als Mitorganisator und Partner. Das Forum wurde von über 800 Personen besucht, etwa 700 davon nahmen online teil.

Die AHK und das Leningrader Gebiet sind durch eine langfristige Partnerschaft und eine Reihe gemeinsamer Projekte verbunden. So wurde die Region Leningrad in einer AHK-Geschäftsklima-Umfrage zu den fünf für Investitionen attraktivsten Regionen Russlands gezählt.

Der AHK-Vorstandsvorsitzende Matthias Schepp und der Gouverneur Alexander Drozdenko unterzeichneten ein Kooperationsabkommen zwischen der Regierung des Leningrader Gebiets und dem Verband „Deutsch-Russische Auslandshandelskammer“, das neben gemeinsamen Veranstaltungen und Geschäftsmissionen auch die Stärkung der Interaktion mit Investoren beinhaltet. Wichtige Punkte des Abkommens sind die Entwicklung einer technologischen Partnerschaft im Bereich des zivilen Schiffbaus sowie die Entwicklung von Projekten zur Umsetzung der deutschen Erfahrungen in der dualen Berufsbildung. Der Gouverneur wies dabei auf die hohe Bedeutung der Unterstützung der Deutsch-Russischen Auslandshandelskammer und ihrer Befugnis zur Gewinnung deutscher Investitionen hin.

Plattformen zur Diskussion gemeinsamer Aktivitäten können in Berlin die Jahreskonferenz der AHK zur Verbesserung des russischen Investitionsimages in Deutschland und die Hannover Messe als internationale Ausstellung für Hochtechnologien, Innovationen und industrielle Automatisierung sein. Die AHK wird nun auch Mitglied des Leningrader Regionalrates zur Verbesserung des Investitionsklimas.

Die Veranstaltung umfasste auch Auszeichnungen für Unternehmen im Bereich Corporate Social Responsibility. CESLA OJSC, ein Mitgliedsunternehmen der AHK, erhielt eine Ehrenurkunde des Gouverneurs für die während der Pandemie durchgeführten gemeinnützigen Projekte in der Region.

Am Rande des Forums wurden auch Projekte im Bereich der Verwendung von Wasserstoff in Verkehrsprojekten diskutiert. In naher Zukunft sind Verhandlungen mit dem NAPAK-Profilverband geplant.

Während der Diskussion über regionale Wertschöpfungsketten stellte Wladimir Nikitenko, Stv. Delegierter der deutschen Wirtschaft in der Russischen Föderation, fest, dass Deutschland ein wichtiger Außenhandelspartner für den Nordwesten Russlands ist und beim Außenhandelsumsatz den dritten Platz belegt. Auch im Investitionsbereich ist die deutsche Wirtschaft aktiv: Knorr-Bremse und IREX befinden sich in der Endphase des Baus ihrer Werke im Leningrader Gebiet, neue Unternehmen wie NIEDAX starten gerade ihre Projekte. Die Anwerbung von Investoren wird wesentlich durch aktuelle Informationen zu den Investitionsmöglichkeiten der Region erleichtert. Deshalb hat die AHK gemeinsam mit der Agentur für wirtschaftliche Entwicklung des Leningrader Gebiets bereits zwei Ausgaben der Broschüre „Leningrader Gebiet: Handbuch für Investoren“ vorbereitet.

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