Erste erfolgreiche Delegationsreise nach Aufhebung der Beschränkungen in die Stadt St. Petersburg und in die Region Leningrad

Vom 16. bis 18. September 2020 fand nach der Aufhebung der Beschränkungen die erste Geschäftsmission der russisch-deutschen AHK nach St. Petersburg und in die Region Leningrad statt. Besonderes Augenmerk der regionalen Delegationsreise lag auf den Industrieparks Greenstate, Maryino und M10 sowie den führenden Unternehmen der Region.

Am ersten Tag lernten die Mitglieder der Delegation das Investitionspotential der Region Leningrad kennen. Laut Vladimir Nikitenko, Direktor der Nordwestabteilung der russisch-deutschen Handelskammer, gehörte die Region Leningrad im Jahr 2020 zu den fünf investitionsattraktivsten Regionen Russlands. Während des Treffens mit den Mitgliedern der Delegation sprach die Direktorin der Agentur für regionale Wirtschaftsentwicklung, Anastasia Mikhalchenko, über die größten Investitionsprojekte in der Region wie den Hafen von Ust-Luga und das System der Anreize für Investitionsprojekte (0% Vermögenssteuer, 10% Einkommensteuer).

Im Industriepark M10 besuchte die Delegation den Produktions- und Lagerkomplex für KMU Terra Terminal, die Herstellung von Verpackungen für die Lebensmittelindustrie Edelweiss und die Baustelle des Kartonwerks TransPak. Am Beispiel dieser Unternehmen lernten die Teilnehmer die Möglichkeit einer schnellen Umsetzung von schlüsselfertigen Investitionsprojekten in weniger als einem Jahr kennen. Am Standort M10 Krasny Bor besuchte die Delegation den neuen Logistikkomplex und die Lebensmittelproduktionsanlage von Lenta JSC. Das Investitionsvolumen in das multimodale Distributionszentrum überstieg 5 Milliarden Rubel.

Am 17. September besuchte die Delegation den Industriepark Greenstate und die Produktion von Siemens Gas Turbine Technologies LLC. Während des Besuchs hob Generaldirektor Niko Petzold das Thema der Lokalisierung der Produktion (über 60%) hervor und führte die Teilnehmer in eine neue Richtung der Geschäftstätigkeit des Unternehmens ein - die Herstellung von Komponenten für Windkraftanlagen in Zusammenarbeit mit Siemens Gamesa Renewable Energy.

Vladislav Talanin, Sales Director für gewerbliche Immobilien, sprach über die Vorteile des Industrieparks Greenstate, der vom finnischen YIT-Unternehmen entwickelt wird. Derzeit befinden sich bereits 22 Unternehmen im Park, der zu mehr als 70% ausgebucht ist. Dies ist ein gutes Ergebnis im Vergleich zu anderen Industrieparks.

Die Delegation besuchte auch das größte metallurgische Unternehmen OMZ-Spetsstal, das seine Produktion auf dem Gebiet der Izhora-Anlagen ansiedelte. Das Unternehmen ist spezialisiert auf die Herstellung von Stahlknüppeln und Blechprodukten für die Kernenergie-, Öl- und Gasindustrie, den Schiffbau, den Maschinenbau und die Metallurgie. OMZ ist eine Stadt in der Stadt: es hat ein eigenes Verkehrsnetz, riesige Produktionsanlagen mit einer Produktionskapazität von mehr als 80.000 Tonnen Ausrüstung pro Jahr.

Am 18. September wurde die Delegation im Industriepark Maryino empfangen, welcher nur drei Autominuten von der Ringstraße entfernt liegt. Ein Merkmal des Angebots bei Maryino ist ein flexibler Ansatz zur Bildung eines Angebots und einer finanziellen Partnerschaft mit der VTB Bank. Die Mitglieder der Delegation besuchten den neuen Standort der Firma Sarstedt und sprachen mit den im Park ansässigen Firmen: Teknos, LG Admiral und Schottel. Der stellvertretende Vorsitzende des Investitionsausschusses von St. Petersburg, Igor Devyatko, sprach über die Hauptrichtungen der Investitionsentwicklung der Stadt. Ein Zentrum für den internationalen Kreuzfahrttourismus, ein neuer Flusshafen, ein Flughafen, ein Netzwerk von Themenparks - so wird sich die Stadt an der Newa in naher Zukunft verändern.

Am Ende der Geschäftsmission besuchte die Delegation die Produktion von Edelstahl-Spiralwärmetauschern Linde Severstal. Der Produktionsstart auf dem Gebiet der Severnaya Werft erfolgte im Jahr 2017, derzeit ist eine Erhöhung der Produktionskapazität geplant. Während die ersten Wärmetauscher bereits in die Amur-Gasaufbereitungsanlage gegangen sind, plant das Unternehmen bereits den Bau einer RORO-Plattform für den Transport von Aufträgen mit einem Gewicht von mehreren hundert Tonnen.

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