AHK St. Petersburg

AHK und Gebiet Archangelsk gehen Kooperation ein

22.09.2021

Die Deutsch-Russische Auslandshandelskammer und der Archangelsker Verband der Öl- und Gaslieferanten „SOZVEZDYE“ haben am vergangenen Dienstag am Rande der 16. Internationalen Schiffbaumesse „Neva“ ein Kooperationsabkommen unterzeichnet.

Mit dem Abkommen werden die Weichen für Kooperationsprojekte zwischen Unternehmen aus dem Archangelsker Gebiet und Deutschland in Branchen wie ziviler Schiffbau und Schiffsreparatur, Maschinenbau, Energie und Transportlogistik gestellt. Neben der Anbahnung von Technologie- und Wirtschaftskooperationen zwischen russischen und deutschen Unternehmen wurden beiderseitige Unternehmensreisen sowie gemeinsame Beschaffungsprojekte und ein intensiver Informationsaustausch vereinbart.

„Die AHK Russland freut sich über die Möglichkeit, bei deutschen Firmen Interesse an Projekten im Archangelsker Gebiet zu wecken. Besonders in Bezug auf den Seeweg im Nordpolarmeer sehen wir großes Potenzial für Investoren aus Deutschland“, sagte der Direktor der AHK-Filiale Nordwest und stellvertretende Delegierte der Deutschen Wirtschaft in Russland, Wladimir Nikitenko, bei der Unterzeichnung des Abkommens. „Archangelsker Maschinenbauer, Schiffseigner, Hafenbetreiber und Unternehmen, die Bau- und Ingenieurarbeiten in den hohen Breiten leisten, sind an Lieferungen deutscher Qualitäts- und Hightech-Ausrüstung sehr interessiert,“ so „SOZVEZDYE“-Direktor Sergej Smirnow . „Uns freut die Tatsache, dass die Zusammenarbeit mit der AHK auf echtem Interesse basiert und nicht nur den Anschein erweckt,“ fügte Smirnow nach der Unterzeichnung des Abkommens hinzu.

Deutschland zählt zu fünf wichtigsten internationalen Partner des Gebiets Archangelsk. Im Juli dieses Jahres veranstaltete die AHK Russland eine Delegationsreise in die Region, an der die Vertreter von 17 deutschen Unternehmen teilnahmen. Sie besuchten die größten Produktionsstätten des Gebiets sowie das fünfte Internationale Forum „Schiffbau in der Arktis“. Bei dem Forum trafen die Delegationsteilnehmer den Direktor der AO „Erste Bergbaugesellschaft“ und vereinbarten ein Treffen für die Beschaffung von Ausrüstungen für das Blei-Zink-Erzvorkommen Pawlowskoje.

An der diesjährigen „NEVA“-Fachmesse in St. Petersburg nahmen mehr als zehn deutsche Unternehmen aus der Schiffbauindustrie und anderen verwandten Branchen teil. Bei der Eröffnung des Geschäftssegmentes der Messe erklärte Vize-Verkehrsminister Aleksandr Poschiwaj, dass Russland in den kommenden Jahren massive Anstrengungen zur Entwicklung der Binnenschifffahrt unternehmen will, um sowohl den Fracht- als auch den Personenverkehr zu steigern. Die dafür nötigen Maßnahmen sind in der Verkehrsstrategie des russischen Staates bis 2030 verankert. Der russische Verkehrssektor ist daran interessiert, ausländische Investitionen und Technologien in diesem Bereich ins Land zu holen.